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DVDs rippen in 20 Klicks mit FairUse Wizard

So, da die Frage mal wieder durch das Forum geistert, und es wie so oft für zahlreiche Meinungsverschiedenheiten sorgt, habe ich mich entschlossen, hier ein kurzes Quick-Tutorial zu verfassen.

Gezeigt wird wie man mit wenigen Mausklicks und einem einzigen Programm eine DVD vernünftig rippen kann.

Dies soll hier nicht den Profis dienen, die sich um das Synchronisieren von Tonspuren oder Bildnachbearbeitungen Gedanken machen. Es ist für den Einsteiger gedacht, der auf diesem Weg schnell einen Einstieg in die Materie findet und zu einem erfolgreichen Ergebnis geleitet wird.

Ich hoffe, ich habe alles richtig geschrieben und nichts vergessen oder unklar erläutert.
Bei Fragen oder Verbesserungen, bitte laut schreien.

Und nun gehts los!

Man nehme eine Original DVD. In diesem Falle ist es der Film “James Bond”.
Image:Bloodsuckerz.NET
Der Film soll ca. 1400 MB groß sein, 2 Tonspuren besitzen (deutsch und englisch) und ein qualitativ gutes Bild erzeugen.

Sollte zu schaffen sein.

Als Programm möchte ich hier FairUse Wizard 2 vorstellen.
Es ist ziemlich simpel gehalten. Besitz jedoch genügend Einstellungen, um allen möglichen Filmarten gerecht zu werden. Näheres dazu später.

Nach Aufruf des Programms finden wir uns in dieser Maske wieder:
Image:Bloodsuckerz.NET
Wir klicken bei “1” auf “Neues Projekt“. Wir vergeben einen eindeutigen Namen. In diesem Fall hab ich einfach “James Bond” ausgewählt. Unter diesem Feld kann man noch den Ordner auswählen, wo das ganze hinterher gespeichert werden soll. Es empfiehlt sich, einen Ort zu wählen, wo mehrere GB frei sind. Denn sämtliche temporären Arbeitsdateien werden ebenfalls dort zwischengespeichert. Das können unter Umständen schon mal ein paar GB werden!

Alles andere bitte so belassen bzw. einstellen, wie hier auf dem Screen dargestellt.
Bei “2” bitte auf “Weiter” klicken.

Nachdem die DVD eingelesen wurde, kommen wir zum nächsten Menü.
Image:Bloodsuckerz.NET
Im Bereich “3” werden die möglichen Filmteile angezeigt. Bei Serien-DVDs kann man dort auch meistens die einzelnen Folgen erkennen und auswählen. Wir wählen in diesem Fall die Kette 25 aus. Die Länge und die Dateigröße lässt darauf schließen, dass es sich hierbei um den Hauptfilm handeln muss.

Es empfiehlt sich bei “4” den Haken dort gesetzt zu haben. Sonst wird einem jeder einzelne THX-, DolbyDigital-, Paramount- etc.-Clip angezeigt. Und uns interessiert ja nur der Film, und keine Werbung oder Trailer.

Bei “5” klicke ich ganz gerne auf den Punkt “Nur markierte Ketten zwischenspeichern“. Ist eine alte Angewohnheit von Serienripps. Wählt man diese Option nicht, wird immer die ganze DVD auf der Festplatte gespeichert. Auch wenn man vielleicht nur eine einzelne Folge einer großen DVD rippen möchte. Ist hier nicht ganz so wichtig. Aber besser, wir fangen damit gar nicht erst an!

Wenn alles soweit steht, bitte bei “6” auf “Weiter” klicken.

Es öffnet sich ein PopUp-Fenster, welches den Pfad zu unserem DVD-Laufwerk abfragt.
Image:Bloodsuckerz.NET
Bei “7” bitte einfach das entsprechende Laufwerk im Dropdown-Feld auswählen, und bei “8” auf “OK” klicken. Alternativ kann hier auch eine ISO-Datei, also eine Imagedatei von der Festplatte, ausgewählt werden.

Nach einem kurzem Moment geht es auch schon ans Eingemachte!

Hier sehen wir das Fenster, wo wir uns um das Videoformat kümmern werden.
Image:Bloodsuckerz.NET
Im Bereich “A” ist das Filmbild zu sehen. Die gestrichelte Linie zeigt uns an, welchen Rahmen das Programm für den Film vorschlägt und somit welche Teile des Filmes im später sichtbaren Bereich liegen.

Im Bereich “B” können wir noch manuell eingreifen und dem Programm sagen, von wo bis wo der Film gerippt werden soll. Sollte man z.B. die ganzen Trailer am Anfang weghaben wollen, kann man dies hier eingeben. Oder auch den Abspann zu entfernen lässt sich dort festlegen. Darum kümmern wir uns aber nicht, da wir den Film komplett haben wollen. So wie er ist!

Im Bereich “C” nun geht es um das spätere Videoformat. Wir klicken bei “9” auf “Automatisch” und lassen das Programm den sichtbaren Bereich festlegen. (Schwarze Balken, die es im Kinoformat zwangsläufig gibt, mitzurippen kostet nur unnötig an Speicher!)

Zur Erklärung hab ich einfach mal statt auf “Automatisch” auf “16:9” geklickt.
Image:Bloodsuckerz.NET
Wie man sieht, haben sich die gestrichelten Linien verschoben. Links und Rechts fehlt jetzt etwas vom Bild. Dafür kann man es auf dem heimischen Fernseher ohne Balken oben und unten sehen. Ich persönlich bin kein Freund davon, da ja ein relativ großer Teil des Filmes einfach fehlt. Bei den anderen Möglichkeiten ist es noch schlimmer . Das alte TV-Format war übrigens 4:3. Bereich “D” kümmert sich um mögliche Untertitel des Films.

Image:Bloodsuckerz.NET
Bei “10” nehmen wir übrigens noch schnell den Haken bei den Untertitel raus. Man kann da noch eine Menge einstellen und mit herumspielen. Aber wir haben ja schließlich 2 Tonspuren, und brauchen deshalb keine Untertitel. Mit “11” auf “Weiter” gehts zum nächsten Bild.

Wir kommen nun zur Feldzusammensetzung.
Worum es dabei geht, steht leserlich auf unten stehendem Screen.

Image:Bloodsuckerz.NET
In 99% der Fälle sind die DVDs progressiv. Wir klicken bei “12” auf “Auto Detect” und lassen das Programm für uns das benötigte auswählen. Das Programm sagt, dass wir recht hatten.
Image:Bloodsuckerz.NET
Mit klick “13” auf OK bestätigen wir das und klicken anschließend auf “Weiter” um zum nächsten Screen zu kommen.

Jetzt sieht es komplizierter aus, als es tatsächlich ist.
Image:Bloodsuckerz.NET
Im Bereich “Videocodierung” wählen wir bei “14” “XviD” aus. Rechts daneben wählen wir unsere gewünschte Zielgröße aus. Das Programm hält sich dabei nicht immer an das einzelne MB dran. Wer also eine 700MB CD brennen will, sollte die Datei immer etwas kleiner wählen um einen Sicherheitsbereich zu haben. Wie wir später sehen werden, trifft das auch in diesem Fall zu. In “15” tippen wir also “1400” ein.

Im Bereich “16” ändern wir die Vorauswahl auf “Encoding Speed” und ziehen den Regler darunter ganz nach rechts. Das sorgt dafür, dass das Programm beim Sound mehr wert auf Qualität, statt auf Geschwindigkeit setzt. Das rippen dauert dadurch vielleicht 5 Minuten länger. Dafür gibt es aber keine Hänger oder Asynchronitäten, und der Ton ist bestmöglich.

Im Bereich “Auflösung” klicken wir nun die Auflösung an, die uns am meisten zusagt. Wenn hier etwas anderes ausgewählt wird, ändert sich auch die Bitrate, die im Bereich “15” direkt unter unserer Zielgröße angezeigt wird.
Dabei sagt mein Erfahrungswert, dass die Bitrate immer über 1.000KBits/s liegen sollte, um eine gutes Bild zu erhalten. Wer also die Auflösung hochschraubt, und die Dateigröße nicht mit ändert, wird logischerweise ein mieses Bild bekommen. In diesem Fall habe ich mich für 704 x 288 Pixel entschieden. bei 1.400 MB wäre das dann eine Bitrate von ca. 1376 KBits/s. Da wir gleich noch die zweite Tonspur dazulegen müssen, geht diese zwar nochmal etwas runter. Bleibt aber über meinen 1000KBits/s.

Im Bereich “E” gibt es noch mal ein nettes Feature, das für die CD-Brenner gedacht ist. Dort kann man einstellen, dass z.B. ab einer Dateigröße von 700MB der Film unterteilt wird. Es sind natürlich auch andere Größenordnungen möglich. Uns betrifft das jedoch nicht, und wir ignorieren somit diesen Bereich.

Bevor wir nun auf “Weiter” klicken, fehlt uns noch die zweite Tonspur. Im Bereich “Audiokodierungen” steht bis jetzt nur “Tonspur 1 – deutsch“.
Image:Bloodsuckerz.NET
Wir klicken deshalb bei “18” auf “Hinzufügen” und wählen im sich öffnendem Fenster die zweite Tonspur (englisch) aus. Im Dropdown-Feld “19” stehen uns bei dieser DVD 4 Tonspuren zur Verfügung.

1) Deutsch – Filmton
2) Englisch – Filmton
3) Englischer Kommentar – Produzenten und Regisseur
4) Englischer Kommentar – Schauspieler

1 wurde ja schon vorausgewählt. Und als zweites wollen wir ja die Originalstimmen haben. Also wählen wir Tonspur 2. Die Tonspuren werden als mp3´s, mit einer Samplingrate von 128 Kb/s abgespeichert. Das ist absolut OK, und kann so belassen werden. Wer was anderes will, kann das natürlich hier ändern. Hat aber wiederum Auswirkungen auf die gesamte Bitrate. Nicht vergessen!

Bei “20” klicken wir auf “Weiter“, und das Programm beginnt nun mit dem Rippen.

Das ganze dauert je nach Filmlänge, ausgewählter Optionen, Tonspuren und Rechenpower des PC´s mehrere Minuten. Unter Umständen auch ein paar Stunden. Ich lasse das ganze meistens im Hintergrund laufen, und widme mich während dessen um andere Dinge.

Wenn das ganze nun fertig ist, liegt die fertige AVI-Datei im ausgewähltem Verzeichnis.
Image:Bloodsuckerz.NET
Wie man sieht hat der Film “James Bond” statt der geforderten 1400 MB nun 1430 MB. Es war also gut, das vorab zu berücksichtigen. Rechts im Explorer erkennen wir auch die gewählte Auflösung von 704×288. Im Player selbst stehen uns nun beide Tonspuren zur Verfügung. Das Bild ist Klasse, und die Tonspuren liegen sauber und korrekt vor.

Das war es schon. Ich hoffe, ich konnte dem ein oder anderen helfen. Zum Einstieg und Sammeln von Erfahrungen ist das gar nicht mal verkehrt. Wir wünsche euch viel Erfolg beim nachahmen, und hoffen demnächst einige Projekte von euch hier im Userupload entdecken zu können.

Tutorial by Necron_HD